Enhanced Blog

Der Blog für Ideen, Tipps und Neuigkeiten zu angereicherten E-Books und Apps

4 Argumente für E-Books, an die Sie vermutlich noch nicht gedacht haben

Mittlerweile kennen Sie sicher die offensichtlichen Vorteile elektronischer Bücher, die ständig von allen Seiten proklamiert und breitgetreten werden:

  • Man hat alle Bücher, die man je gekauft hat, immer und überall dabei
  • E-Book-Reader, Tablets oder Smartphones wiegen in der Regel weniger als ein Printbuch
  • E-Books kosten meist  weniger als ihre Printvarianten
  • Mit den gängigen Suchfunktionen findet man schnell bestimmte Passagen
  • Auf nahezu allen Lesegeräten lässt sich die Schriftgröße verändern
  • Eingebaute Wörterbücher ermöglichen das schnelle Nachschlagen unbekannter Begriffe
  • Und wer hätte das gedacht: E-Books ermöglichen interaktive und multimediale Inhalte

Doch möchte ich Ihnen heute vier Gründe nennen, an die Sie vielleicht noch gar nicht gedacht haben und die Sie sicher von elektronischen Büchern überzeugen werden.

E-Books gegen Raubbau und Ausbeutung

1. Wer E-Books nutzt, trägt zum Erhalt unserer Wälder bei

Sind Sie es leid, ständig Spechte essen zu müssen, um unsere Wälder vor Schaden zu bewahren? Der große Vorteil elektronischer Bücher liegt darin, dass sie ganz ohne Papier auskommen. Zugegeben, Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, doch wird in den meisten anderen Ländern der Welt nicht so verantwortungsbewusst mit den Waldbeständen umgegangen, wie das in Deutschland der Fall ist.

Besonders vom Raubbau betroffen sind Tropenwälder. Wer jetzt glaubt, dies beträfe ja nicht den deutschen Buchmarkt, der irrt. Eine Studie des WWF zeigt, dass z.B. Kinderbücher von namhaften deutschen Verlagen regelmäßig durch Tropenholzbelastungen in Druckseiten und Buchdeckeln auffallen.

Hinzu kommt, dass bei der Papierherstellung große Mengen an Wasser verbraucht werden. Zur Herstellung einer einzigen Seite DinA4-Papier werden im Durchschnitt 10 Liter Wasser benötigt. Ein Bestseller im Buchladen kommt so auf sage und schreibe 1600 Liter.

Natürlich steht dem entgegen, dass auch elektronische Lesegeräte bei der Herstellung nicht unwesentliche Mengen an Rohstoffen verbrauchen.  Doch sind die ökologischen Kosten bei den Endgeräten nur einmal fällig und jeder Buchdownload verbessert die Bilanz deutlich. Sieht man von den E-Readern als ausschließliche Lesegeräte ab, befindet sich in den meisten Haushalten zudem bereits ein lesetaugliches Endgerät, z.B. Handy oder Tablet.

Was die Stromkosten angeht, so sind E-Reader mit einer Akkulaufzeit von mehreren Wochen durchaus stromsparend.  Auch ist der Strom nur dann umweltschädlich, wenn er aus fossilen Rohstoffen oder der Kernkraft gewonnen wird. Zugegeben, die meisten Menschen können sich nicht aussuchen, woher ihr Strom kommt. Aber bei einem steigenden Anteil regenerativer Energien wird das Verbrauchen von Strom auch klimafreundlicher. Ich lebe beispielsweise in einer Stadt, in der der Strom zu 100% aus Wasserkraft stammt.

2. E-Books kaufen gegen Ausbeutung und Überlastung der Paketzusteller

Sehen wir den Tatsachen ins Auge. Die wenigsten Menschen bestellen ihre Printbücher heutzutage noch über den traditionellen Buchhandel. Immer mehr Produkte, besonders Kleidung, Schuhe und eben Bücher werden über das Internet bestellt und mit den herkömmlichen Paketdiensten versandt. Dies trägt durch die zusätzlichen Transportwege nicht nur zur Verschlechterung der Ökobilanz des Printbuchs bei, sondern belastet die Paketzusteller in zunehmender Weise. Wir alle wissen ja um die schlechten Arbeitsbedingungen für Postzusteller.

Je mehr Pakete an die einzelnen Haushalte versandt werden, umso häufiger und länger müssen die Zusteller auf ihrem Weg anhalten. Für die komplette Route haben sie aber immer nur eine bestimmte Zeit zur Verfügung. Darunter leiden nicht nur die Nerven der Kurierfahrer, sondern auch die Verkehrssicherheit.

Also haben Sie ein Herz für unsere unterbezahlten und überlasteten Kurierfahrer und kaufen Sie Bücher digital. Wer auf das gedruckte Buch nicht verzichten kann,  sollte den Buchladen um die Ecke nutzen. Dort gibt es so manches Buch ja dann auch im Präsenzbestand “zum Mitnehmen”. Und so schnell Amazon auch liefert, gegen den Übernachtservice der Buchhandlungen kommt in Deutschland auf unabsehbare Zeit keiner an.

Erkennen Sie die Vorteile Ihres Lesegerätes

3. Wenn man im Bett auf der Seite liegt und nur eine Hand frei hat…

Schonmal versucht, im Bett oder auf der Couch liegend zu lesen? Auf die Dauer wird auch das Halten eines relativ leichten Taschenbuchs zur Qual, wenn die Arme langsam schwer werden. Also was tun? Positionswechsel vom Rücken auf die Seite. Das Problem: Zunächst schläft einem der Arm ein, auf dem man liegt. Dann muss man das Buch weiter mit beiden Händen halten, um zu blättern und zu verhindern, dass es zuklappt oder lose flatternde Seiten das Lesen erschweren.

Mit einem E-Reader ist es kein Problem, im Bett auch auf der Seite liegend  zu lesen. Man benötigt im Grunde nur eine Hand zum Festhalten des Geräts, und mit etwas Übung ist auch das Blättern mit dem Daumen möglich. Der neue Tolino bietet ja auch die Möglichkeit, durch Tippen auf die Rückseite des Readers zu blättern. Gerade Vielleser werden diese Vorzüge zu schätzen wissen.

Darüber hinaus ist die Möglichkeit, mit einer Hand zu blättern überaus hilfreich für körperlich behinderte Menschen, die vielleicht nur eine Hand nutzen können und umständliche Hilfsmittel benötigen, um klassische Printbücher lesen zu können. Beim E-Reader reicht ein kurzes Tippen, um auf die nächste Seite zu springen. Dazu ist im Grunde nicht einmal ein Finger nötig. Es geht auch mit einem Stift (oder mit der Nase, was ich selbst schon ausprobiert habe – es leidet jedoch die Präzision)

4. Nutzen Sie Ihr Endgerät mal anders!

Ein Großteil der für das digitale Lesen geeigneten Endgeräte ist ja multifunktional, was im Grunde keinerlei Erläuterung bedarf. Aber selbst ein simpler E-Reader kann Ihnen gute Dienste abseits des klassischen Lesevergnügens leisten, wohingegen sich die Mehrwerte eines Printbuchs auf den Briefbeschwerer, Luftfächer und das Insektenbekämpfungsmittel reduzieren (wir wollen das Buch als Brennstoff mal ausnehmen). Die üblichen Endgeräte können all das und durch die Wunder der Technik noch vieles mehr! Ein Beispiel:

Sie müssen nachts mal raus, wollen aber aus Kostengründen und um Ihren schlafenden Partner nicht zu wecken, vermeiden, das Licht anzuschalten? Nutzen Sie Ihren hintergrundbeleuchteten E-Reader doch als Taschenlampe! Er hat die idealen Maße, um ihn nachts im Dunkel leicht zu ertasten, funktioniert auf Knopfdruck, spendet ein dezentes, diffuses Licht, das den Partner nicht beim Schlafen stört und man kann sogar den Toilettengang dazu nutzen, endlich zu erfahren, wie es mit dem Protagonisten der Geschichte weitergeht! Das nenne ich Mehrwert.

Haben Sie auch derlei positive Erfahrungen mit digitalen Lesegeräten gemacht? Dann schreiben Sie einen Kommentar! Wozu nutzen Sie Ihr Lesegerät? Welche Vorteile haben E-Books in Ihren Augen gegenüber Printbüchern?

2 Kommentare

  1. Ich habe noch kein e-Book, aber jetzt hast du mich überzeugt ich will auch sowas!

    • Na, das freut mich aber!
      Die Skepsis gegenüber elektronischen Lesegeräten und dem E-Book als Solchem ist in Deutschland immernoch recht hoch. Ich bin ganz ehrlich: Zu Beginn hatte ich auch große Vorbehalte, aber als ich mir dann einen E-Reader zugelegt und die ersten Bücher darauf gelesen hatte, habe ich die Vorteile zu schätzen gelernt. Insbesondere bei englischsprachiger Literatur und Belletristik lese ich mittlerweile überwiegend digital. Bei Fachbüchern bevorzuge ich aber noch das Printbuch, da ich gerne Dinge anstreiche und auch mal ein paar Gedanken hineinschreibe.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

© 2019 Enhanced Blog

Theme von Anders NorénHoch ↑